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Biologischer Gartenbau

Unser Garten - ein Ort der Heilung

Die gute Beziehung zwischen Mensch und Pflanzen hat eine lange Geschichte. Erde auflockern, Samen hineinlegen, Blumen, Sträucher und Gemüse pflanzen, das tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Seele. Die Beschäftigung im Garten wirkt beruhigend und ausgleichend - der Blutdruck sinkt, der Puls wird ruhiger, die Herzfrequenz gleichmäßiger. Muskelverspannungen lösen sich, Koordination und feinmotorische Fähigkeiten verbessern sich, der Stoffwechsel wird angekurbelt und die allgemeine Stimmung steigt. Durch die Bewegung stabilisiert sich der Kreislauf und psychische Spannungen werden abgebaut.

Mit landwirtschaftlicher und gärtnerischer Arbeit im Rhythmus der Natur wird ein festes und einsichtiges Handlungsschema deutlich: säen, pflanzen, pflegen, wachsen, ernten und verarbeiten.

 

Vom Umgang mit den Pflanzen kann man den Umgang mit sich selbst lernen. Pflanzen besitzen einen starken Überlebenswillen, sie können sich anpassen, sie stellen sogar selber her, was sie zum Überleben brauchen. Sie zeigen uns Werden, Wachstum, Reifen, aber auch Rückzug, Absterben und Vergehen. Bei der Gartenarbeit werden Zusammenhänge erkannt und Wege zur Lösung von Problemen gefunden. Wer im Garten arbeitet, erfährt sich als Handelnder, nicht als Manipulierter oder Ausgelieferter. So lernt man sein Leben gestalten zu können und fühlt sich nicht hilflos. Man ist dem Schöpfer, in dessen Hand der Erfolg des eigenen Bemühens liegt, sehr nahe. Das schenkt Geborgenheit und wirkt sich positiv auf das seelische Wohlbefinden aus.

 

Pflanzen nehmen Menschen wie sie sind. Sie werten nicht. Pflanzen sind abhängig von demjenigen, der sie pflegt und betreut. Sie reagieren positiv auf Zuwendung und Aufmerksamkeit, sie gedeihen, blühen, wachsen, bringen Frucht. Im Garten werden unsere Frauen also selbst zum Betreuer. Das schenkt ihnen neues Selbstbewusstsein, neuen Lebenssinn, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, von Körperbewusstsein, Initiative, Kooperation und Verantwortung.

 

Greifen, fühlen, riechen, eintauchen. Es ist beruhigend die Dinge wachsen zu sehen. Die Gartenarbeit hilft unseren Frauen ihr Interesse an Entwicklungsmöglichkeiten zu intensivieren. Die gärtnerische Betätigung verringert die Beschäftigung mit den eigenen Unzulänglichkeiten oder Problemen und fördert die Motivation.

 

Beim Umgraben, Säen, Setzen und Unkraut jäten in der freien Natur öffnen sich Menschen viel mehr als in einem Büro oder Gruppenraum. Gefühle, die bis dahin vielleicht unfassbar, unaussprechlich waren, brechen auf. So kann der Garten tief verborgene Verletzungen ans Tageslicht bringen und heilen, weil er ein Freiraum mit eigenen Gesetzen ist. Unsere Gärten laden zum Arbeiten - auch an sich selbst - ein.